Die Kunst des Räucherns

Für das Räuchern lässt man aromatische Substanzen, hauptsächlich aus dem Pflanzenreich, über einer Wärmequelle langsam verglühen. Der aufsteigende Rauch trägt die Duftstoffe nach oben und verteilt sie im Raum. Er enthält die psychoaktiven, körperlich und seelisch wirksamen Inhaltstoffe des Räucherwerks, die über Nase oder Mund aufgenommen werden. Das Räuchern ist eine unmittelbare Erfahrung. Es ist die Wurzel der heutigen Aromatherapie und Parfümerie. Für unsere Vorfahren war das Räuchern aus dem Leben nicht wegzudenken und fehlte in keiner Kultur. Es diente sakralen Zwecken als Botschaft an den Himmel, um Gebete zu Gott zu tragen. Auch heute noch vertieft und unterstützt es Gebete und Meditationen bei allen grossen Religionen. Man desinfiziert mit Hilfe des Räucherns die Wohnräume, Krankenzimmer und Ställe. Räuchern kann heilen, tief entspannen, Meditationen und Gebete unterstützen, Träume verstärken. Seit Jahrtausenden wird es zur Begleitung von Ritualen verwendet. Dass es viele verschiedene Räucherstoffe mit jeweils anderen Wirkungen gibt, ist nur noch wenigen bekannt. Die Kunst des Räucherns wäre beinahe verloren gegangen. Der Heilkraft der Heilpflanzen und Kräuter sind keine Grenzen gesetzt.

Mittwoch, 6. November 2019

Ort:
Altbüron

Kontakt:
Isabelle Bucheli, 041 980 25 30, isabelle.bucheli@frauenverein-schoetz.ch